{"id":6339,"date":"2014-11-12T15:54:30","date_gmt":"2014-11-12T14:54:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.archiviodellamemoriacivitellavaldichiana.it\/la-strage-del-26061944-2\/"},"modified":"2015-03-13T13:10:39","modified_gmt":"2015-03-13T12:10:39","slug":"la-strage-del-26061944","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.archiviodellamemoriacivitellavaldichiana.it\/de\/la-strage-del-26061944\/","title":{"rendered":"29\/06\/1944 &#8211; La Strage"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_single_image image=&#8220;6198&#8243; border_color=&#8220;grey&#8220; img_link_target=&#8220;lightbox&#8220; alignment=&#8220;center&#8220; img_link_large=&#8220;yes&#8220; img_size=&#8220;full&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_column_text]<strong>Die Tatsachen vom 29. Juni 1944. Civitella<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Vortat<\/strong><br \/>\nAm Sonntagabend, dem 18. Juni 1944, n\u00e4herten sich neun deutsche Soldaten, vielleicht Fallschirmj\u00e4ger der Division &#8222;Hermann G\u00f6ring&#8220;, einem Bauernhaus in der Ortschaft Madonna bei Civitella. Nachdem sie das Abendessen bestellt und gegessen hatten, gingen sie ins Freizeitwerk des Ortes, setzten sich an einen Tisch und stellten ihre Waffen zu Boden. Eine Gruppe von Widerstandsk\u00e4mpfer, die erfuhren, dass Deutsche im Ort waren, versuchten diese zu entwaffnen. Um circa 21 Uhr traten Sie bewaffnet in das Lokal ein. Ab diesem Zeitpunkt gehen die angegebenen Versionen auseinander: Es wurde gesagt, dass die Widerstandsk\u00e4mpfer sofort das Feuer er\u00f6ffneten und andere hingegen gaben an, dass tendiert wurde sie zu \u00fcberzeugen aufzugeben, worauf die Deutschen jedoch sofort reagiert haben. Auf jeden Fall gab es ein Feuergefecht und die drei Deutschen fielen tot zu Boden. Einem von ihnen, der unverletzt blieb, war es m\u00f6glich zu fliehen. Im Freizeitwerk herrschte gro\u00dfe Aufregung, Zivilpersonen liefen aus allen Ecken davon und einigen wurden dabei auch verletzt. Zwei der Deutschen waren tot und einer war verletzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um circa 23 Uhr nachts kam ein Deutscher, der auf seinen Schultern einen verletzten Kameraden trug, zum Bauernhaus von Madonna. Es handelte sich um den gleichen deutschen Soldat des Freizeitwerkes, der daraufhin sofort gewaschen und versorgt wurde bis seine Kameraden ihn auf einem Lastwagen wegbrachten. Unterdessen liefen die Leute terrorisiert von der Repressalie aus dem Ort davon. In der Zwischenzeit hatte auch der Erzpriester Don Alcide Lazzeri vom Vorfall erfahren und entschied, die beiden toten Deutschen, die im Freizeitwerk zur\u00fcckgeblieben waren, zu waschen und ihnen, mit den noch wenigen Frauen des Ortes, die ihm noch m\u00f6glich war zu finden, ein Begr\u00e4bnis zu organisieren. Aber von den Deutschen fehlte noch jegliche Spur. Am 20. Juni kam ein deutscher Soldat, vielleicht ein Arzt, in den Ort, um die beiden Leichen, die noch immer im Freizeitwerk lagen, zu begutachten. Gemeinsam mit einem Dolmetscher h\u00f6rte er Don Lazzeri zu, der \u00fcber die unterschiedlichen Phasen des Angriffes erz\u00e4hlte und erkl\u00e4rte, dass keine Zivilpersonen beim vorgefallenen Geschehnis beteiligt waren. Der Offizier, im Zeichen des guten Willens, erkl\u00e4rte sich damit einverstanden, dass die beiden Soldaten im \u00f6rtlichen Friedhof begraben wurden, und mit Beteiligung des deutschen Einsatzkommandos, wurde die Beerdigung durchgef\u00fchrt. Die Vorhaben der Soldaten waren jedoch noch immer nicht klar, und die Widerstandsk\u00e4mpfer hatten Angst in den Ort zur\u00fcckzukehren. Nach einer Reihe von Ermittlungen verlie\u00dfen die Deutschen den Ort. Vielmehr, jemand sagte den Leuten aus Civitella, unbesorgt zu sein, weil keine Repressalien zu erwarten seien. Am Morgen des 29. Junis, zum Anlass des Festes des Hl. Peters und Pauls waren viele Bewohner wieder in den Ort zur\u00fcckkehrten, und die Fallschirmj\u00e4ger der Division &#8222;Hermann G\u00f6ring&#8220;, die von weiteren Soldaten aber so wie erz\u00e4hlt wird auch von Italienern, unterst\u00fctzt wurden den Ort in der Morgend\u00e4mmerung umringten. Alle M\u00e4nner wurden von ihren H\u00e4usern auf den Ortsplatz gewaltsam geschleppt, und unter ihnen war auch Don Lazzeri, der sein Leben zur Rettung von Zivilperson anbot. Er wurde jedoch nicht erh\u00f6rt: Er wurde mit einem Schuss im Nacken, so wie alle anderen 149 Personen erschossen. Unter ihnen waren auch weitere zwei Priester. Anschlie\u00dfend wurden die Leichen in ihre H\u00e4user geworfen, die von den Deutschen zuvor in Brand gesteckt wurden.<br \/>\nDer Operationsumfang und die Anzahl der am Vorfall von Civitella beteiligten Kompanien erm\u00f6glichten es leider nicht, die exakte Uhrzeit festzulegen, aber alle \u00fcberlebenden Zeugen stimmten damit \u00fcberein, dass die deutschen Soldaten um circa 5.30 Uhr kamen, das hei\u00dft, als die Familien dabei waren sich f\u00fcr die Messe des Hl. Peters und Pauls vorzubereiten. Das Ziel dieser Operation lag sicherlich darin, den Vormarsch der alliierten Truppen zu verlangsamen, weil in den Apenninen die Gotenstellung zur Verteidigung von Oberitalien gebaut wurde. Die ersten Personen, die get\u00f6tet wurden, waren die Bewohner der Ortsteile rund um Civitella. Die H\u00e4user von Palazzina, Querciola, Maest\u00e0 Tonda wurden von deutschen Soldaten durchsucht und in jedem Haus wurden die M\u00e4nner, Frauen und Kinder, die in den H\u00e4usern zur\u00fcckgeblieben waren, get\u00f6tet. In Civitella, traten die Soldaten durch die \u201cPorta Senese\u201d in den Ort ein, durchquerten ihn und zerrten die Personen, die sie entlang ihres Weges festnahmen, bis zur Pfarrkirche. Die deutschen Soldaten kamen im Anschluss daran zu einem Altersheim, in dem sie die acht darin befundenen Personen, t\u00f6teten. In der Kirche angekommen, dort wo die Bewohner des Ortes versammelt waren, fanden sie das Tor verschlossen. Der Pfarrer, Don Alcide Lazzeri, der wahrscheinlich begriffen hatte was passierte, segnete die Bev\u00f6lkerung und sperrte sie im Geb\u00e4ude ein. Die deutschen Soldaten \u00f6ffneten durch eine Handbombe das Tor und zerrten alle Ortsbewohner, die sich darin versteckt hatten, nach drau\u00dfen. Man erz\u00e4hlte, dass damals Don Alcide schrie: \u00abIch bin der Verantwortliche, t\u00f6tet mich\u00bb. Der Versuch war aber zwecklos. Die M\u00e4nner in der Kirche wurden in Gruppen von f\u00fcnf Personen aufgeteilt und get\u00f6tet. Der gleiche Don Lazzeri wurde beim Massenmord get\u00f6tet. Nach der Exekution fuhren die deutschen Soldaten fort, die restlichen Ortsbewohner in ihren H\u00e4usern zu t\u00f6ten. Zuletzt z\u00fcndeten sie die H\u00e4user von Civitella an und t\u00f6teten auch diejenigen, die versucht hatten sich in den Kellerr\u00e4umen und Dachkammern zu verstecken. Nur wenigen M\u00e4nnern war es m\u00f6glich, vom Massenmord zu entkommen.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1426248180218{padding-top: 20px !important;}&#8220;]<strong>Solaia und Cornia<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend des Angriffes auf Civitella ging eine Gruppe von deutschen Soldaten von Monte San Savino entlang des Fu\u00dfpfades nach Cornia. Dieser Fu\u00dfpfad f\u00fchrte ferner entlang der Bauernh\u00f6fe \u201eIl Burrone\u201c und \u201eSolaia\u201c, von wo der Pfarrer Don Natale Romanelli, nachdem er die 7 Uhr Messe beendet hatte, nach Verniana losgegangen war. Nach circa 1 Kilometer traf er einen Freund, der ihm sagte zur\u00fcckzugehen, um den Leuten mitzuteilen, so schnell wie m\u00f6glich zu fliehen.\u00a0Die Mutter und die Schwester des Pfarrers weigerten sich ihn anzuh\u00f6ren und erwiderten, dass die Deutschen den Frauen und Kindern nichts antun w\u00fcrden, aber in Cornia wurde niemand verschont. Um neun Uhr, nachdem sich die M\u00e4nner im Wald von Valibona versteckt hatten, kamen die Deutschen.\u00a0Einige von ihnen wurden Zeugen dieses schrecklichen Schauspiels. Die Soldaten sperrten f\u00fcnf Frauen in ein Haus ein, t\u00f6teten sie und steckten es in Brand. Eine Frau wurde von einer Handbombe angegriffen und explodierte gemeinsam mit einem Schwein. Die Schwester des Pfarrers, die an Kinderl\u00e4hmung litt, wurde im Garten ihres Hauses erschossen, welches vollst\u00e4ndig verfallen zur\u00fcckblieb. Nur die Kirche wurde nicht ber\u00fchrt, aber infolge von alliierten Kanonen bombardiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 3. Juli kamen weitere deutsche Truppen, die zur<em> Fallschirmj\u00e4ger-Division <\/em>geh\u00f6rten und im R\u00fcckzug von der Trasimeno Linie waren, ins Gebiet von Civitella und richteten sich in der kleinen Kirche von Cornia ein, in der sie jedoch zuvor alles vernichteten.\u00a0Don Natale behauptete, dass diese Soldaten schlimmer waren als ihre Kommilitonen, die zwei Tage zuvor nach Civitella gekommen waren. Diese Soldaten bedienten sich als Verteidigungsposition f\u00fcr circa f\u00fcnfzehn Tage des Ortes, legten Notunterk\u00fcnfte au\u00dferhalb der Mauern an, schliefen in den Kellerr\u00e4umen der noch nicht zerst\u00f6rten H\u00e4user, legten Matratzen auf die Kirchenb\u00f6den, bevor sie diese entweihten, verwendeten das liturgische Gewand als Toilettenpapier und schossen auf die Heiligenbilder.\u00a0Die Artillerie der <em>4 britischen Division<\/em>, die sich zu diesem Zeitpunkt in der N\u00e4he befand, bombardierte ununterbrochen den Ort mit der Absicht, die Deutschen zu vernichten und alle H\u00e4user zu zerst\u00f6ren. Der Festungsturm wurde besch\u00e4digt und die Pfarrkirche, gemeinsam mit dem Glockenturm, vollst\u00e4ndig vernichtet. In Solaia wurde die gesamte Familie Valli, Modesta Rossi, ein Widerstandsk\u00e4mpfer sowie die Frau des Widerstandsk\u00e4mpfers von Dario Polletti w\u00e4hrend sie zu Hause mit ihrem kleinen Sohn im Arm sa\u00df, mit einem Hackmesser vor den Augen des siebenj\u00e4hrigen Sohns Mario, get\u00f6tet.<\/p>\n<p><strong>Die deutsche milit\u00e4rische Kompagnie in Civitella. 29. Juni 1944<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Division \u201cHermann G\u00f6ring\u201d setzte sich gro\u00dfenteils aus Jungen im Alter zwischen 17 und 24 Jahren zusammen und wurden auf freiwilliger Basis von der Hitlerjugend und von anderen Nebenorganisationen der Nazi-Partei, einberufen. Ihren einzigen Einsatz hatte sie im besetzten Europa gemacht, in dem sie sich vor allem auf Massenmord an Zivilpersonen spezialisiert hatten. Im M\u00e4rz des Jahres 1944 wurde sie in die Toskana versetzt, wo sie bei diversen \u00dcberraschungsangriffen in den Apenninen teilnahm. Das Blutbad von Civitella, Cornia und San Pancrazio war sicherlich eines der grausamsten und unmenschlichsten Massenmorde der Division. Im Gebiet von Arezzo metzelte die Division \u201cHermann G\u00f6ring\u201d im April 1944 die gesamte Bev\u00f6lkerung von Vallucciole, im Casentino hin, rubrizierten anschlie\u00dfend wie Banditen die M\u00e4nner, die Frauen und die Kinder, die in ihren H\u00e4usern \u00fcberrascht und \u00fcberfallen wurden. Der Division geh\u00f6rten auch Mitglieder der ehemaligen Musikgruppe an, die im Jahr 1942 in diversen italienischen St\u00e4dten auftraten, aber im Jahr 1943 aufgel\u00f6st wurden, weil die deutschen Truppen Verst\u00e4rkung ben\u00f6tigten. Einige der Mitglieder befanden sich als Hilfsgruppen der Milit\u00e4rpolizei unter den Soldaten, die das Blutbad vom 29. Juni 1944 in Civitella vorbereiteten, weil die zwei, am Landesgericht von La Spezia verurteilten Offiziere, Teil von ihnen waren.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_single_image image=&#8220;6198&#8243; border_color=&#8220;grey&#8220; img_link_target=&#8220;lightbox&#8220; alignment=&#8220;center&#8220; img_link_large=&#8220;yes&#8220; img_size=&#8220;full&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_column_text]Die Tatsachen vom 29. Juni 1944. Civitella Die Vortat Am Sonntagabend, dem 18. 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